Armin Mueller-Stahl

„ Bin schon Gaukler 50 Jahr..“

Armin Mueller-Stahl, Foto: Brockhaus

Armin Mueller-Stahl

Schauspieler, Geiger, Maler, Regisseur, Schriftsteller – Armin Mueller-Stahls künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten sind vielfältig. Am 17. Dezember 1930 im ostpreußischen Tilsit geboren, absolvierte er zunächst ein Geigen- und Musikwissenschaftstudium, bevor er sich anschließend dem Schauspiel zuwandte. Obwohl er ein Schauspielstudium zunächst wegen „mangelnder Begabung“ abbrechen musste, erhielt er 1952 sein erstes Engagement am Berliner Theater am Schiffbauerdamm und avancierte in der Folge mit unzähligen Theater- und Filmrollen zu einem der beliebtesten Schauspieler in der DDR. Als Mitunterzeichner der Petition gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns erhielt er ab 1976 keine Engagements mehr, verließ 1980 die DDR und setzte seine Kariere nicht nur in Westdeutschland, sondern auch international erfolgreich fort. Zu seinen bekanntesten Filmen der 80er Jahre zählen „Oberst Redl“ von István Szabo, Rainer Werner Fassbinders „Lola“ oder Agnieszka Hollands „Bittere Ernte“. 1989 gelang ihm mit „Music Box“ unter der Regie von Constantin Costa-Gavras auch in Hollywood der Durchbruch. Es folgten Arbeiten mit Barry Levinson, Jim Jarmusch, Steven Soderbergh und Volker Schlöndorff. 2001 kehrte er in der Rolle Thomas Manns in Heinrich Breloers Familiensaga „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“ auf die deutschen Bildschirme zurück und erhielt für seine darstellerische Leistung den Grimme-Preis. Dem deutschen Publikum ist Armin Mueller-Stahl seit vielen Jahren auch als Erzähler bekannt. 1981 schien „Verordnete Sonntage“, es folgten u. a. „Drehtage“ (1991), „Unterwegs nach Hause“ (Erinnerungen, 1997), „In Gedanken an Marie-Louise. Eine Liebesgeschichte“ (1998) und „Rollenspiel. Ein Tagebuch während der Dreharbeiten für den Film ‚Die Manns‘ “ (2001). Im Aufbau-Verlag erschienen seine Erzählung „Hannah“ (2004) sowie „Venice. Ein amerikanisches Tagebuch“ (2005). Armin Mueller-Stahl erhielt etliche Preise und Auszeichnungen, darunter den Silbernen Bären 1992 für seine Darstellung eines auf Meißener Porzellan versessenen Barons im Film „Utz“, die Berlinale Kamera 1997 für sein Lebenswerk sowie die Carl-Zuckmayer-Medaille und den Schleswig-Holstein Filmpreis im Jahr 2006. Für seine Nebenrolle des Vaters des australischen Pianisten David Helfgott in       „Shine“ wurde er 1997 für den Oscar nominiert.

 

 

 

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