LiteraTour – von Säge bis Brecht und Frühlinserwachen

Marianne Sägebrecht Foto: Goran Nitschke (c)

Gradlinig, offen und humorvoll (dies stets mit einem köstlichen Schuss Selbstironie) – dafür steht Marianne Sägebrecht als Mensch, als Autorin und auf der Bühne ein. Sie ist  Lebenskünstlerin mit bayerischem Pragmatismus und Witz; sie kämpft für ihre Ideale und immer für ‚echte’ Menschen, allemal für die am ‚Rande’ wohlgefälliger Norm.

In diesem Rahmen bewegt sich auch ihre ‚Reise‘ zwischen Säge und Brecht:

Autobiografisches, Anekdoten und ‚Lebensweisheiten’ flechten sich zwischen lyrisch Provokantes – ein Mix, dem sich die musikalische Begleitung genüsslich anpassen wird.

Dem würzigen geistigen Mahl könnte man in der Pause eine Tasse der (vor Ort bereiteten) Sägebrecht’schen ‚Überlebenssuppe’ beigeben.

Seit März diesen Jahres ist Marianne Sägebrecht als Beda Andersson in Pettersson und Findus – Kleiner Quälgeist, große Freundschaft in den deutschsprachigen Kinos zu sehen. Im Herbst erscheint „Der Kreis“, eine Schweizer Produktion, welche auf der diesjährigen Berlinale hochgelobt wurde und in der Marianne Sägebrecht eine tragende Rolle spielt.

Ein wunderbarer Bühnenbegleiter ist ihr der Ludwigsburger Liedermacher Ralf Glenk: Mit Girtarre und seinen eigenen Songs gibt er Marianne Sägebrechts Gedankenwelt auf mal schwungvolle, mal poetisch leise Weise die Sprache der Musik bei.

So stimmt für beide Künstler der Brecht’sche Satz: ‚… und wenn der Mensch den Menschen braucht …‘

LiteraTour – von Säge bis Brecht