Seit der Uraufführung am 1. Dezember 1912 im Zirkus Schumann in Berlin hat sich der Jedermann zu einem echten Evergreen und unbestrittenen Publikumsliebling entwickelt. So verwundert es auch nicht, dass Max Reinhardt 1920 mit Hugo von Hoffmansthals Bühnenwerk die Salzburger Festspiele begründete? Eine bislang übrigens ungebrochene Tradition, fehlt doch dieses für ewig zeitlos erscheinende Werk seither auf keinem Spielplan der Domstadt.Jedermann Plakatmotiv 5 MB 07-12-10 Ein besonderer Reiz des Werks lag und liegt in der poetischen Verssprache, die auf dem alpenländischen Bauerndeutsch beruht, wie es bis heute in Bayern, Oberösterreich, Salzburg und Tirol gesprochen wird. Längst hat Jedermann den Salzburger Domplatz verlassen und seinen Siegeszug durch den gesamten deutschsprachigen Raum angetreten. Die aktuelle Inszenierung ist nicht nur um eine möglichst präzise Authentizität bemüht, sondern wird durch Künstler wie Christine Neubauer als Buhlschaft, Otto Sander als Stimme Gottes und viele andere bekannte Schauspieler auf ein künstlerisches Niveau gehoben, die den Vergleich mit Salzburg längst nicht mehr zu scheuen braucht.

Eine Produktion von: carpe artem – Christian Reinisch

Textbearbeitung/ Regie : Peter Willy Willmann

JEDERMANN – Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes